Ghostwriter

Ghostwriting ist zwar ein moderner Begriff dennoch gibt es dieses Phänomen nicht erst seit kurzem.

Der Ghostwriter, der dem eigentlichen Autor zuarbeitet und ihn unterstützt gibt es in dieser Form wohl schon seit Jahrhunderten. So wird vermutet, dass bereits die griechischen Gelehrten Assistenten hatten, die für sie Arbeiten anfertigten, für die sie keine Lust hatten oder als lästig empfanden. Natürlich wurden diese Assistenten wie die Ghostwriter heutzutage nie als Autor oder Mithelfer genannt.

Bei fast jedem großen Künstler oder Autor der Geschichte wurde schon mal vermutet, dass sie ihre Werke nicht komplett in Eigenregie verwirklicht haben.

Weitere bekannte Beispiele wären Michelangelo und Shakespeare. So meinen einige Historiker, dass Michelangelo die Mona Lisa gar nicht selbst gemalt hat sondern das Bild von einem Assistenten gemalt wurde. Andere behaupten, dass er das Bild nur komplettiert hat. Gestützt werden diese Aussagen dadurch, dass man herausgefunden hat, dass während der Entstehung des Bildes einige Abänderungen vorgenommen wurden.

Auch bei Shakespeare wird vermutet, dass er einige seiner Werke nicht selbst oder nur zum Teil selbst geschrieben hat. Hier wird sogar ein ganzes Schriftstellerkollektiv vermutet, dass die Werke angefertigt haben soll.

Genauso ist es schon fast immer üblich gewesen, dass Professoren sich von studentischen Hilfskräften und wissenschaftlichen Assistenten haben zuarbeiten lassen, wenn es darum ging Veröffentlichungen vorzubereiten. Auch hier werden diese Helfer in den wenigsten Fällen erwähnt.